Biographie 2018-05-02T17:33:51+00:00

about

Die ö. Komponistin und Vokalistin ist im Grenzbereich Jazz, Elektronik, improvisierte Musik, zeitgenössische Musik und Literatur tätig.
Sie studierte Schauspiel in Wien, Musik- und Gesang in Maastricht, Amsterdam & Los Angeles (mit Auszeichnung).

Ridlers konsequenter indivdiueller Weg, stets neue musikalische Ausdrucksformen zu suchen,
führte sie von der Komposition für Acapella Trio (1988), zur Erforschung der Möglichkeiten,
die ein Computer bietet (ab 2011) mit dem Klangergebnis und der Neudeutung einiger Jazzstandards ([koe:r ] 2008 & 2012),
zur Vertonung von Litertaur und der Komposition von Jazz-Suiten und Kammermusikstücken.

Diese akribische Arbeit verbindet Ridler immer wieder mit der improvisatorischen Freiheit einer Vokalperformerin.
Dabei überschreitet sie stilistische Grenzen und den konventionellen Einsatz der Stimme.
Sie verbindet Populäres mit Avantgardistischem – auch auf der Basis von anspruchsvoller Literatur.

Mit ihrem Jazz/Elektronik Projekt [koe:r] gelang ihr eine medial hoch gelobte moderne Kunstmusik.
Das Rolling Stone Magazin meinte: „Susystems führt schnurstracks ins Reich der Geniestreiche“.

Inspiriert durch einen Kompositionsauftrag für den Carinthischen Sommer 2014,
setzte sich Ridler seither kontinuierlich mit dem literarischen Werk Gert Jonkes auseinander  und erhielt 
2016
seitens der Jonke-Gesellschaft die aussergwöhnliche Möglichkeit, 
unveröffentlichte Texte als Inspirationsquelle heranzuziehen.
Aus diesen Textfragmenten entstanden Musikwerke für Solo-Stimme,  Kammerensemble
(in Kooperation mit Dirigent Peter Burwik und dem ensemble XX jahrhundert )
und Jazz-Trio – mit Bassist Peter Herbert & Saxofonist Wolfgang Puschnig – ,
die 2017 beim 10.Literaturfest Salzburg und der Eröffnung des Bachmann Preises in Klagenfurt uraufgeführt wurden.
Im Winter 2018 erscheint anlässlich des Gert Jonke-Gedenkjahres 2019 (10. Todestag)
und als Ergebnis  Ridlers‘ fast 5 Jahre andauernden musikalischen Jonke-„Forschungsarbeit“,
ein Tonträger zum Projekt „Geometrie der Seele“ (in Kooperation mit der Gert Jonke Gesellschaft).

DETAILS:

Susanna Ridler studierte Schauspiel und arbeitete einige Jahre am Theater (Aktionstheater Ensemble),
bevor sie ihr Gesang & Musikstudium in Holland & Los Angeles absolvierte
(„Outstanding Student“ Award, 1998 @ Musician‘s Insitute, Hollywood“).

1998 gründet Ridler in Los Angeles das Acapella Trio „treasure“, mit dem sie ihre ersten Kompositionen umsetzt
und beim renommierten Californischen Accapella Wettbewerb „Harmony Sweepstakes“ den 2.Platz belegt.

2001 Nach ihrer Rückkehr nach Wien, beginnt Ridler den Computer als Instrument in ihr musikalisches Schaffen zu integrieren
und komponiert Musik für Theater und Hörspiel ( ua., Ö1, „Staatstheater Mainz“)

2003 produziert sie für Universal Music Österreich einen Remix über Gershwins‘ „Summertime“ und startet 2004
ihr Elektronik-Jazz-Pop-Projekt [koe:r].
Es folgt eine langjährigen Suche, Tradition & Moderne zu verknüpfen und einen individuellen
und ungewöhnlichen Stilzugang zu finden. Sie experimentiert mit der Synthese artifizieller & akustischer Klänge,
selbst aufgenommenes Audiomaterial wird solange am Computer bearbeitet,
bis ein homogener Gesamtklang aus Synthetischem & Echtem entsteht.
In den ersten Jahren fokussiert sich dieser Arbeitsprozeß vorallem auf ihre beiden Tonträger.

2008 veröffentlicht Ridler auf ihrem Label „Electroland Records“ (Vertrieb Hoanzl) ihre erste CD [koe:r].
Ihre eigenwilligen Coverversionen, wie Fever, Summertime, You go to my Head, Angel Eyes und Corcovado
bringen ihr sehr positive Medien Reaktionen, als auch eine Lizenzierung ihrer „Corcovado-Version“
bei der renommierten „Stereo-Deluxe-Compilation“ (Brazilution-Winter Edition).

2009 produziert Ridler eine Remix-EP mit Mixes von IWolf, Uwe Walkner, Brenda ( Fm4 Airplay) und Conny Dix.

2012 folgt das zweite [koe:r] Album „Susystems“.
Artifizielle Elektronik, Jazz, Pop, Rock und Improvisation sollen auf innovative Art zusammengeführt werden.
Damit gelingt ihr eine medial sehr beachtete Form moderner Kunstmusik.
Rolling Stone Magazin: „Susystems führt schnurstracks ins Reich der Geniestreiche“****
.

2012 – Kompositionsauftrag des „Outreach Festivals“ zum Thema „Finanzkrise“ –
Uraufführung ihres 30-minütigen Werks „no fear with angst“ für Kontrabass, Ebass, Altsaxophon, E-Gitarre, Stimme & Elektronik.

2012/13 folgte [koe:r] „Susystems“ Österreich Konzert-Tour ( ua. Stockwerk Graz/“Grazjazznacht“,
„Jazz & the City“ Salzburg, Wiener Musikverein/“Jazz Art“ Gläserner Saal, Brucknerhaus Linz/“Women in Jazz“…).
Mit den Live Konzerten verschiebt sich mit der Zeit der Fokus dahingehend,
dass Ridler die Mischung aus Synthetischem & Echtem auch auf der Bühne live erzeugen will
und experimentiert mit diversen, neu auf den Markt kommenden elektronischen Devices.

2013/14
Inspiriert durch einen Kompositionsauftrag des Carinthischen Sommers,
vertont Ridler erstmals Texte des ö. Dichters Gert Jonke
(Auszüge aus Jonkes Erstlingswerk „Geometischer Heimatroman“,1979 )
und setzt sich aus künstlerischer Begeisterung in Folge weiter kontinuierlich mit dem literarischen Werk Gert Jonkes auseinander.
„Sein kompositorisches Schreiben eröffnete mir einerseits einen besonderen Zugang zur Vertonung deutscher Sprache
und andererseits eine unerschöpfliche Inspirationsquelle“.
Das – 7 teilige- suitenartige Werk „lass uns über den Dorfplatz gehn“ wurde im Trio mit Bassist Peter Herbert
und Saxophonist Wolfgang Puschnig beim Carint.Sommer  2014 uraufgeführt.

2014/15
Daraufhin beauftragte die Gert Jonke-Gesellschaft Ridler – im November 14 am Ehrengrab Gert Jonkes ( Wr Zentralfriedhof),
die Enthüllung das neuen Grabsteines musikalisch zu begleiten und  anlässlich  der Verleihung des „Gert Jonke-Preises 2015“,
eine Komposition über das Jonke-Gedicht „hier die Landkarte“ zu schreiben.
Die Uraufführung fand im Rahmen der Jonke-Preis-Verleihung an den Lyriker Julian Schutting im Stadttheater Klagenfurt statt.

2015 startet Ridler eine „Mini-Konzert-Reihe“, mit dem Titel POCKET SESSION.
Eine 30-45.minütige Solo – oder Duo -Session, als musikalische Werkstatt im öffentlichen Raum,
bei der Auszüge aktueller Kompositionsarbeiten –  als auch elektronische Geräte – ausprobiert
und für karitative Zwecke freiwillige Spenden gesammelt werden.
Veranstaltungsort war 2015 der „Upcycling Design Store auferstanden“.
Die POCKET SESSION, No.4, fand im August 2016 erstmals in der Wiener Votivkirche statt.

2016/17
2016 erhielt Ridler die außergewöhnliche Einladung seitens der Gert Jonke-Gesellschaft
unveröffentlichte Gert Jonke-Texte,  als Inspirationsquelle heranzuziehen.
Aus diesen Textfragmenten entstanden unter anderem Kompositionen für Solo-Stimme und Jazz-Trio,
wie auch das Kammermusikwerk „Chlorophyllklangpulverstaub oder: Die Erforschung des botanischen Tongewebes“,
das im Dezember 2016 in Kooperation mit dem  ensemble XX. jahrhundert
unter der Leitung des Dirigenten Peter Burwik uraufgeführt wurde.
Die Kompositionen für Jazz-Trio wurden 2017 im Trio mit den beiden Ausnahmemusikern Peter Herbert & Wolfgang Puschnig
unter dem Titel „Geometrie der Seele“ beim 10. Jahres Jubiläum des Literaturfest Salzburg
und bei der Eröffnung des Bachmanpreises uraufgeführt.
In einer weiteren Auftragsarbeit der Gert Jonke-Gesellschaft, anlässlich der „Gert Jonke-Preis Verleihung 2017″
an den Schweizer  Literaten Paul Nizon,  erarbeitete Ridler ein akustisches „Sprach.Musik.Klangwerk“,
das als Klang-Installation einige Monate im Musilmuseum Klagenfurt zu hören war.

2018
Auftragswerk für das „ensemble XX jahrhundert“ unter der Leitung des Dirigenten Peter Burwik /
Besetzung: Flöte-Oboe-Klarinette-Horn-Trompete-Posaune-Vibraphon-Piano-Violine-Violine-Viola-Cello-KBass (& Live Elektronik)
// Jazz-Solisten: Kontrabass, Saxophon, Stimme (& Elektronik)
Uraufführung am 17.Juni.2018 Porgy & Bess

Auftragswerk für den Carinthischen Sommer
Unter dem Programmschwerpunkt „Lebenszeichen – Kärntner Lieder alt und neu“
wurde Susanna Ridler eingeladen für das Vokaloktett VieVox 3 neue „Kärntnerlieder“ zu schreiben.
Ridler vertont u.a. Textpassagen von Gert Jonkes einzigem in Dialekt geschriebenem Werk,
dem Theaterstück „Damals vor Graz“ und wird sich in stilisierter Manier mit dem Kärntnerlied auseinandersetzen.
Uraufführung am 14.August, 20 Uhr, Steinhaus Domenig